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Samstag 26. Oktober 2008. Der Wetterbericht hat für dieses Wochenende schöne Tage vorhergesagt. Ob dies wohl stimmt? Ab 8:45 Uhr treffen
sich die 25 "Ausflügler" vor dem Feuerwehrlokal Eglisau. Verteilt auf zwei Kleinbusse, geht es in Richtung Oberland los. Um 10:30 Uhr lenken
die beiden routinierten Chauffeure Niklaus und Patrik die Fahrzeuge auf den Parkplatz der Raststätte Glarnerland. Nach einem kurzen Marschhalt
mit Verpflegung fahren wir an Chur vorbei und steuern auf Thusis zu. Wir lassen den bekannten Ort zwischen Domleschg und Heinzenberg rechts liegen
und passieren auf der A13 die Viamala Schlucht. Manch einer bestaunt die wunderschöne Bergwelt, welche durch hohe Felswände geprägt
ist. Im Gasthaus Rofflaschlucht in Andeer nehmen wir das hervorragend gewählte Mittagessen ein. Die Wirtsleute servieren uns einen gemischten
Salat und eine schmackhafte Pizzarösti. Natürlich rundet ein passendes Getränk die Gaumenfreude ab. Anschliessend führt uns ein
Fussweg von der Gaststätte durch die Felsengalerie in die Rofflaschlucht. Am Ende des von 1907 bis 1914 freigesprengten Weges können wir
den Rhein unterqueren und den Rofflafall von hinten betrachten. Welch ein Ausblick! Nach dem Verdauungsspaziergang fahren wir nach Thusis zurück.
Von dort "klettern" die beiden Busse den Heinzenberg über unzählige Kurven bis nach Obergmeind auf etwas über 1'800 Meter hoch. Ab dem
Berghotel Solaria wandern wir als geschlossene Gruppe dem Glaspass entgegen. Unterwegs teilen wir uns auf. Die kleinere Gruppe traversiert unter der
Bruuchalp durch und steuert das Berggasthaus Beverin - unser Endziel und Nachtlager - auf dem schnelleren und bequemeren Weg an. Die grössere
Gruppe steigt bis zum 2'124 Meter hohen Glaser Grat auf. Von dort benötigen die 16 Mannen etwa 20 Minuten für den Abstieg ins Berggasthaus
Beverin. Wieder vereint, geniessen wir auf der Terrasse den wärmenden Sonnenschein bei einem leckeren Zvieri. Das Gepäck wird aus Obergmeind
herangeführt und dabei wird vor dem Beverin die neue Sportart "Blumenkistenrammen mit Kleinbus" erfunden. Beim folgenden Apéro, der von
den Wirtsleuten Willi und Sabine liebevoll dekoriert wurde, stellt sich heraus, dass Angelo Vegetarier ist. Er verspeist die Garnitur haufenweise und überlässt
das Fleisch seinen Kameraden. Oder haben wir da etwas falsch beobachtet! Kurz vor dem Sonnenuntergang werden die Zimmer zugeteilt. Die Auswahl an Zimmergrössen
und Bettlängen ist vielfältig. Ob hier jeder bekommt, was für ihn passt? Nach einer kurzen Ruhephase ist um 19:00 Uhr das Abendessen
angesagt. Wir sitzen in der heimeligen Gaststube und werden von der Vorspeise bis zum Dessert kulinarisch verwöhnt. Der Abend ist gemütlich.
Es wird viel diskutiert und die Kehlen müssen ständig angefeuchtet werden, damit die Stimmbänder nicht trocken laufen. Sonntag 27. Oktober
2008. Nachtruhe! Für einige Kameraden erst zu früher Stunde. Sie debattieren lautstark und lassen das Spielzimmer zum In-Treff werden. Dementsprechend
ist die Einnahme des Frühstücks für den einen oder anderen dann doch einige Minuten zu früh. Der Brunch ist reichhaltig und die
Speisen "geben Boden". Auf der Terrasse lacht uns schon wieder die Sonne an. Wie kitschig! Und Geahntes bestätigt sich. Damit der Körper
nicht dauernd zusammengestaucht wird, suchten einige Fusspaare die ganze Nacht passende Löcher an den Bettenden. Schlussendlich blieb aber nichts
anderes übrig, als die Bananenstellung einzunehmen. Jetzt wird das Gruppenfoto erstellt. Patrik steht auf dem Pick-Up von Willi und Sabine. Wie
ein Hirt rückt er seine Schäffchen zusammen. Kein einfaches Unterfangen. Jetzt passt es! Alle schön lächeln - Chee . se, Knips
- Perfekt! Das Foto ist im Kasten. Und es ist erst noch gelungen. Frisch gestärkt setzen wir uns in die Fahrzeuge. Und ab geht's! Der auf dem
Wendeplatz verbotenerweise parkierte weisse Bus raucht zu Beginn ziemlich stark. Die "Verdauungsstörung" des Motors löst sich jedoch nach
einigen hundert Strassenmetern in Rauch auf und die Aufregung legt sich. Der Weg führt uns nach Thusis zurück, dann nach Tiefencastel und über
die Lenzerheide nach Churwalden. Das nächste Abenteuer ruft. Die Rodelbahn Pradaschier. Mit 31 Kurven und einer Höhendifferenz von 480 Metern
windet sich die längste Rodelbahn der Welt auf über 3100 Metern Länge ins Tal. Nicht alle Kameraden sind sich sicher, ob sie die Herausforderung
annehmen und auf dem sicher geführten Schlitten zurückbrausen werden. Aber erst einmal schaukeln wir mit dem Sessellift ins Bergrestaurant.
Eine Stärkung ist angesagt. Im Pradaschier geht heute die Herbstsaison zu Ende und es herrscht bei schönstem Wetter ein reger Betrieb. Das
Servicepersonal wirbelt herum und die Küche verwöhnt uns mit einem leckeren Piccata Milanese. Beim Dessert wird's dann etwas eng. Das Eis
geht aus und nicht jeder bekommt den bestellten Coupé. Es kommt zu dramatischen Szenen. Der eine zahlt und der andere "frisst" die Glace. Die
Nerven liegen blank! Die Gemüter beruhigen sich jedoch schnell und man freut sich auf die Abfahrt mit dem heissen Rodel. Für zwei Kameraden
scheint dies aber langweilig zu sein. Sie begeben sich etwas früher in den Seilpark und bezwingen die Hindernisse in heroischer Art und Weise.
Besonders beeindruckend ist die Symbiose zwischen Remo und dem Hochseilfahrrad. Er erntet tossenden Beifall für seine gelungene Überfahrt.
Gegen 16:30 Uhr treffen die Wanderer und die Rodler am Ausgangspunkt zusammen und begeben sich reich an neuen Erlebnissen auf den Heimweg. Zwei wunderschöne
Tage gehen dem Ende entgegen. Wir danken Patrik für die tolle Organisation.
Text: Bruno Ammann
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